Fliegendes Personal

Das steuerliche Umfeld des fliegenden Personals befindet sich in Ansehung des vielfachen Auslandsbezugs der beruflichen Tätigkeit in einem fortwährenden Wandel und impliziert eine kontinuierliche Überprüfung.

Besondere Fallstricke sind im Bereich der Auslandtätigkeit über Broker gegeben. Hier sind perspektivische Gestaltungen der persönlichen Situation unumgänglich, um dem Risiko einer möglichen Doppelbesteuerung frühzeitig zu begegnen und steuerliche Nachteile zu eliminieren.

Nicht zuletzt durchlebt das fliegende Personal derzeit einen massiven Wandel. Die Zeiten andauernder Beschäftigung bei dem gleichen (inländischen) Arbeitgeber sind Vergangenheit. Vielfach werden Arbeitsverhältnisse mit ausländischen Arbeitgebern eingegangen. Das Auseinanderfallen von Steuerpflicht in Deutschland, einem etwaigen Broker im Ausland und dem Arbeitgeber in einem anderen Land erfordert eine dezidierte Prüfung, um eine unerkannte Fehlversteuerung zu vermeiden.

Fehler in der Wahrnehmung der steuerlichen Pflichten sind für Piloten nicht zuletzt berufsgefährdend. So entschied das Verwaltungsgericht Düsseldorf (Urteil vom 18.05.2017 Az. 6 K 7615/16), dass einem wegen Steuerhinterziehung verurteilten Piloten die Zuverlässigkeit im Sinne des § 7 des Luftsicherheitsgesetzes abgesprochen werden kann. Zwar erging dieses Urteil gegen einen Freizeitpiloten, es ist jedoch zu erwarten, dass die Entscheidung ebenfalls auf Verkehrspiloten anzuwenden ist.

Vor dem Hintergrund dessen betreut die Kanzlei im Ehrenamt für die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit für deren Mitglieder den Bereich Steuerrecht.

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